myCulture
UX/UI Case Study
UX Research
Wireframes
Prototyping
Usability Testing
App Design
Design System
Die App für personalisierte Kunsterlebnisse
myCulture ist eine mobile App für Kunst- und Kulturinteressierte. Ziel ist es, Ausstellungen zu entdecken, zu vergleichen und direkt zu buchen. Der Fokus liegt auf personalisierten Empfehlungen, einer klaren Informationsarchitektur und einer nutzer:innenfreundlichen Experience.
Ausgangslage
In Wien gibt es eine hohe Dichte an Museen und Ausstellungen, gleichzeitig fehlt eine zentrale digitale Übersicht. Nutzer:innen verlieren den Überblick, entdecken Angebote zu spät oder besuchen immer dieselben Häuser. Museen kämpfen parallel mit sinkender Sichtbarkeit, geringer Bindung junger Zielgruppen und fehlenden direkten Kundenbeziehungen.
Zielsetzung
Entwicklung eines interaktiven App-Prototyps
Empfehlungen basierend auf Nutzungsverhalten
Förderung langfristiger Nutzerbindung
Zentrale Plattform für lokale Ausstellungen
Vereinfachter und intuitiver Ticketkauf
Mehrwert schaffen, Business Impact erzielen
7-wöchiges UX/UI Gruppenprojekt im Rahmen des UX Design Bootcamps. Gearbeitet wurde in einem sechsköpfigen UX Team, kollaborativ, iterativ und konsequent nutzerzentriert.
Ich war über den gesamten Design Thinking Prozess hinweg gleichwertig verantwortlich, von Research und Interviews über Personas und Customer Journeys bis zu Wireframes, Prototyping, UX Writing, UI Design und Usability Tests. Ergebnisse wurden laufend mit dem Product Owner und externen Expert:innen validiert.
Empathise
Die Bedürfnisse und Probleme der User ermitteln. Entscheidungen treffen.
Der Fokus lag auf der Perspektive der Museumsbesucher:innen. Ziel war es, reale Bedürfnisse, Hürden und Entscheidungsprozesse zu verstehen.
Interviews
Tage
Fragen
Online- und Offline-Interviews
Antworten und Insights
Auf Basis der Reserach-Ergebnisse wurden Personas entwickelt und Customer Journey Maps erstellt.
Insights aus Research und Journeys wurden in How Might We Fragen übersetzt. Ziel war es, Probleme als Gestaltungsräume zu definieren und Prioritäten zu setzen.
Ideation
Lösungsansätze entwickeln
In der Ideationsphase kamen strukturierte Kreativmethoden wie Crazy 8, Braindumping, Clustering mit Dot Voting, Impact Effort Matrix und Solution Sketches zum Einsatz.
Auf Basis von User Story Mapping und User Flows wurden die Nutzungsschritte priorisiert. Daraus entstanden zwei Kernfeatures mit hohem Nutzer- und Businesswert: ein Inspiration Quiz zur schnellen Orientierung und ein Memories Feature zum Sammeln besuchter Ausstellungen und Tickets, das emotionale Bindung schafft.
Die zentralen Nutzungsschritte der Personas wurden definiert und priorisiert. Sie bildeten die Grundlage für Struktur, Wireframes und Prototypen und stellten eine klar geführte User Experience sicher.
Prototyping und Testing
Von der Skizze zu ersten Test Ergebnissen
Der Designprozess startete mit Skizzen und Paper Prototypes, die mittels Hallway Tests überprüft wurden, um grundlegende Annahmen zur Nutzung, Navigation und Feature-Verständlichkeit zu validieren.
Main findings vom Hallway Test
Onboarding muss klarer und kürzer sein
Visuelles Feedback verbessert Orientierung
Zentrale Features brauchen präzises Wording
Microcopy ist entscheidend für Verständnis
Vom Papier zum Screen
Auf Basis von Skizzen und ersten Hallway-Tests wurde die Nutzer:innenführung in digitale Wireframes übersetzt. Das reduzierte Design vereinfacht komplexe Abläufe und schafft eine intuitive User Experience.
Checkup im Usability Labor
User Insights statt Bauchgefühl
Fünf Tasks, ein Ziel: die Belastungsprobe für das Konzept. Die Auswertung via System Usability Scale (SUS) liefert ein klares Urteil zu Effizienz und Zufriedenheit. Mit 90 von 100 Punkten erzielt die Anwendung einen exzellenten Score weit über dem Marktdurchschnitt: eine objektive Bestätigung für das Interface-Design.
Usability Tests
Testpersonen
Aufgaben
Post-Test-Fragen
Antworten und Insights
Mut zur Veränderung
„Kill your darlings“ für die beste Experience
Design ist ein Prozess, kein Zustand. Frühes Feedback ist der wichtigste Hebel, um Fehlentwicklungen zu stoppen und Kosten zu sparen. Durch die Insights vom Usability Test und Beobachtung wurde der Prototyp erheblich verändert und optimiert:
Der „Personal Curator“ hat User irritiert und wurde auch kaum wahrgenommen.
Update: Neues Quiz statt „Personal Curator“ und Filterfunktionen.
Der Onboarding-Prozess wurde entfernt, da er User nervte.
Statt mühsamer Anmeldung gibt es ein Inspirations-Quiz.
Fünf Fragen für persönliche Museumsempfehlungen.
Nutzer:innen können das Quiz jederzeit abbrechen.
Badges und Icons führten zu Verwirrung und Ablehnung.
Das neue Feature „Memories“ wird über ein Pop-up vorgestellt.
Die Notification weist auf neue Aktivitäten hin.
Erlebnisse festhalten und Momente wieder aufleben lassen.
High Fidelity Prototype
Userfeedback
Next Steps
Durchführung weiterer Usability-Tests zur Optimierung
Erweiterung der App um personalisierte Museumsrouten
Analyse von Adoption, Conversion und Feature Usage zur Erfolgsmessung
Integration von Bewertungen und Kurator:innen-Insights
Meine Highlights und Key Learnings
Kill your darlings
Teamwork bedeutet für mich, Ideen zu vereinen und loszulassen, wenn sie dem Projekt nicht dienen.
Feedback als Treibstoff
Ich habe gelernt, Feedback objektiv zu kanalisieren und Fehler gezielt für Iterationen zu nutzen.
Mut zum Experiment
UX-Design ist selten linear. Ich schätze heute das produktive Chaos und die Neugier, die zu echten Innovationen führt.
Die 101% Rule
Expert:innen-Feedback hat meine Grenzen verschoben: besonders in Momenten, in denen ich mich bereits „am Ziel“ wähnte.

















































